Fish Early Life Stage Test mit dem Zebrabärbling - Erweiterung um molekulare und Verhaltens-Endpunkte
Projektverantwortliche: Carolina Di Paolo
Early Life Stage (ELS)
Tests mit Fischen werden angewendet, um das toxische Potential von Chemikalien
und Umweltproben zu untersuchen. Dabei werden die Fischlarven gegenüber mit
Chemikalien kontaminiertem Wasser oder Umweltproben ausgesetzt. Frühe
Lebensstadien von Fischen sind besonders sensitiv für eine Belastung mit
Schadstoffen.
In den in der
Regulatorik verwendeten ELS- Tests werden morphologische Endpunkte und die Sterblichkeit
evaluiert. Diese Endpunkte sind aber meist nicht spezifisch genug, um die Wirkweise
der Chemikalien zu identifizieren. Ausserdem sind sie nicht empfindlich genug,
um umweltrelevante Schadstoffkonzentrationen nachzuweisen.
Wir untersuchen, ob
eine Kombination von morphologischen, molekularen (Genexpression) und Verhaltens-(Schwimmaktivität)Endpunkten
die Sensitivität und das Vorhersagepotential des ELS-Tests mit Zebrabärblingen für
PCB126 (eine Dioxin-ähnliche Modellverbindung) erhöht. Die Genexpression kann
ausserdem gute Hinweise auf die Wirkweise der Chemikalien liefern und toxische
Effekte in späteren Entwicklungsstadien der Fische voraussagen. Erste
Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Schwimmaktivität von Fischlarven und die
Expressionsprofile verschiedener Gene durch Chemikalienkonzentrationen
beeinflusst werden, die noch keine morphologischen Effekte hervorrufen.

